04.07.2014

Wenn Rex zum Flughund wird

Allianz Crashtest zeigt: Hunde müssen immer gesichert sein. Maximalen Schutz bieten nur Hundeboxen
In rund 13 Prozent der deutschen Haushalte leben ca. 5,3 Millionen Hunde. Und alle begleiten ihre Besitzer beim Spazierengehen, beim Einkauf, beim Fahrradfahren und natürlich auch im Auto. Aber wie sind die Vierbeiner im Fahrzeug am besten geschützt? Dieser Frage ging das Allianz Zentrum für Technik in einem Crashtest nach. Bei einem Aufprall mit 40 Kilometern pro Stunde wurde deutlich, wie gefährlich es für Hund und Insassen werden kann, wenn das Tier ohne geeignete Sicherungsmaßnahmen im Auto mitfährt.
Der 35 Kilogramm schwere Hunde-Dummy Rex flog ungebremst von der hinteren Sitzreihe ins Armaturenbrett – so fest, dass Knöpfe und Schalter abknickten, die Mittelkonsole brach und der Schalthebel des Getriebes abgerissen wurde. Aufgrund des abrupten Stopps wirkte sein ursprüngliches Gewicht bei dem Aufprall wie 1.600 Kilo. Das ist nicht nur für den Vierbeiner tödlich, sondern kann auch bei den Insassen für schwerste Verletzungen sorgen, wenn der Hund mit dieser Wucht gegen den Vordersitz gedrückt wird.

Mehr Glück hatte der nur sieben Kilogramm schwere Hunde-Dummy Markus, der auf der Rückbank mit einem Hundegeschirr gesichert war. Im Crashtest berührte er zwar den Sitz vor ihm, da die Gurtsysteme prinzipiell große Bewegungsfreiheiten erlauben, wurde aber an Ort und Stelle sicher gehalten.
Hundehalter sind auch per Gesetz dazu verpflichtet, ihren vierbeinigen Begleiter im Auto zu sichern. Der Grund: Hunde gelten dem Gesetzgeber nach als Ladung – und diese muss ordnungsgemäß verstaut werden. Doch nicht alle auf dem Markt angebotenen Systeme sichern den tierischen Insassen gleichermaßen gut.

Empfehlungen für Sicherungssysteme
Den sogenannten „Hundesicherheitsgurt“ empfiehlt das Allianz Zentrum für Technik nur für Hunde bis zu einem Gewicht von maximal zwölf Kilogramm. Aus Sicht der Experten ist der Transport in der Hundebox die sicherste Variante. Einfache Drahtgitterboxen, die nicht explizit zur Sicherung angeboten werden, sind dabei jedoch nicht ausreichend. Die Gitter können sich bei einem Unfall verbiegen, die schmalen Drahtgitterstäbe für den Hund zu einer zusätzlichen Gefahr werden.
Ob Hundegeschirr oder Transportbox, wichtig bei allen Sicherungsmethoden ist, dass sie GS-geprüft sind. Darüber hinaus sollten Käufer auf das Siegel eines Prüfinstituts wie TÜV oder Dekra achten. Diese garantieren, dass die Systeme unter Unfallbedingungen getestet wurden – und damit Hund und Herrchen im Falle eines Falles bestmöglich geschützt sind.
(Pressemitteilung: Allianz, Zentrum für Technik)