20.11.2014

"Der Wolf jagt Jägern das Wild ab"

Die Märkische Online-Zeitung schreibt:

Die Stimmung ist derzeit bei vielen Herbstjagden eher gedämpft. Auch die landesweite Statistik zeigt, dass die Waidmänner deutlich weniger Wild vor die Flinte bekommen als in vergangenen Jahren. Die Ursachen dafür sind offiziell unklar, aber immer häufiger wird zur Begründung auf den Wolf verwiesen.
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Große Güte. Wir haben schon mehr als genug Wild. Förster klagen ständig über Verbissschäden. Jäger füttern das Wild über den Winter, was ökologisch völliger Schwachsinn ist. Und jetzt das scheinheilige Getue.

Herr Battig sollte sich einmal über die Fakten informieren. Wölfe fressen KEINE fünf Kilo Fleisch täglich. Wolfsexperten weisen immer wieder darauf hin, dass diese Zahl nicht stimmt. Wie kommt man überhaupt auf solche Zahlen? Man schätzt das Gewicht einer getöteten Beute und wartet, wie lange es dauert, bis alles vertilgt ist. Was bei der Fünf-Kilo-Menge aber nicht beachtet wird, ist, dass sich von einem Beutekadaver bis zu fünfzehn verschiedene Spezies ernähren, ganz besonders Raben, sodass von einer realistischen Menge von etwa eineinhalb (!!!) Kilo Fleisch pro Tag ausgegangen werden kann.

Und Wildschweine müssen sich nicht zu Großrotten zusammenschließen, um sich vor dem Wolf zu schützen. Meist reicht ein einzelnes Wildschwein, um den Wolf in die Flucht zu jagen.

So lange wir immer noch solche fachlich falschen Berichte in den Medien lesen, wird sich in den Köpfen der Menschen wenig ändern.