06.11.2014

Neuer Artikel von Günther Bloch zur "vererbten Rudelstellung"

Die realitätsfremde Philosophie einer „neuen Wunderwelt“
Ein bisweilen sarkastisches Zwischenfazit zur fachlichen Einordnung unbiologischer Hundebewertungen.

Von Günther Bloch

Im Laufe der Dekaden durchlebte die Hundeszene zahlreiche Veränderungen. Manche waren gut für den Haushund (Canis lupus familiaris), andere weniger. In regelmäßigen Zeitabständen erfuhren wir von revolutionären Innovationen „zum Wohle des Hundes“. Seit Kurzem soll uns nun eine gegen sämtliche zoologische, ethologische, biologische und praktische Studienerkenntnisse verbissen agierende „neue Wunderwelt“ schmackhaft gemacht werden: Die Philosophie der sieben ererbten Rudelstellungen für Wolf und Hund (vRS).

Hundebiologische Klarstellung zur vRS-Hundeeinschätzung:
Um die extrem realitätsfremd wirkende neue Wunderwelt der „einzig wahren Lebensform für Hunde“ nochmals auf den Punkt zu bringen, wiederhole ich gerne ein wichtiges Zitat der bedeutensten Ethologin Deutschlands, Dorit Feddersen-Petersen: „Diese Art der (vRS) Hundeeinschätzung hat nichts mit der Biologie von Hunden zu tun, ist tierfremd und tierschutzrelevant“. Ein vernichtendes Urteil. Ein fachlich klärendes Resümee einer wahren Hundefachfrau, die ihr Leben der Kanidenforschung widmet und seit Jahrzehnten bewiesen hat, wie man Wolfs- und Hundeverhalten wertfrei und präzise beobachtet und analysiert. Zweifel, ob an den imaginären sieben ererbten Rudelstellungen „doch irgendwas dran ist“, sollten sich somit erledigt haben. Hoffentlich kommen jetzt alle wirklichen Hundefreunde, die nichts anderes wollen als harmonisch mit ihren vierbeinigen Familienmitgliedern zusammenleben, wieder zur Vernunft. Das geht nur biologisch, und nicht „unbiologisch“ so wie bei vRS.

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Und noch ein weiterer Artikel von Günther Bloch zum Thema hier ...

Mein Vorschlag: Nominiert Barbara Ertel und die "vererbte Rudelstellung" für das "Goldene Brett".