13.11.2014

Rezension: Stimmen der Wildnis

Stimmen der Wildnis. 100  Tiere aus aller Welt und ihre Rufe 
Jan Pedersen
Malik Verlag, 2014
264 Seiten
39,99 €

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Inhalt
Kraftvolle Revierlaute, romantische Duette und schrille Warnrufe – die Kommunikation unserer Tierwelt ist ein melodiöses Abenteuer. Der bildgewaltige Band setzt 100 Tierarten aller Kontinente und Meere mit ihren Stimmen in Szene. Sie bellen, blöken, grollen und flöten. Tiere haben ein vielfältiges Repertoire an akustischen Verständigungsmöglichkeiten. Es gibt Laute von berührender Schönheit, kurioser Eigentümlichkeit und angsteinflößender Stärke. Vom Heulen des Wolfs, Röhren des Hirschs, Gesang des Buckelwals bis zum trompetenartigen Ruf des Paradiesvogels hat jede Stimme eine besondere Bedeutung. Spannende Hintergrundinformationen sowie eindrucksvolle Farbfotos und Tonbeispiele führen in diese komplexe Klangwelt ein und nehmen uns mit zu den Elefanten in der afrikanischen Savanne, den Orang-Utans im asiatischen Regenwald und den Kaiserpinguinen im ewigen Eis der Antarktis. Eine fantastische Schau der Tiere, die alle Generationen aus dem Sessel lockt und um die Welt führt.

Rezension
Schon vom Äußeren her bietet sich das Buch als ideales Geschenk an, sowohl für Erwachsene als auch für Kinder. Ein mächtiges Buch mit wunderschönen Farbbildern.
Originell und wohl einmalig ist die Idee, in einem Buch Bilder und Informationen mit Tönen zu verbinden. Diese Technik rechtfertigt auch den relativ hohen Preis.
Die Rufe der Tiere auszuwählen und zu hören macht Spaß und führt zu manchem Aha-Moment. "So klingt der also!" Die Akustik ist erstaunlich klar und deutlich. Ich frage mich, ob man eventuell die Auswahl hätte vereinfachen können durch ein numerisches Pad, denn von Ton 002 bis Ton 094 muss man sich doch lange durchklicken.
Ich habe bei den Tieren natürlich den Schwerpunkt auf die Kaniden gelegt und bei Wolf (005) und Kojote (076) einige Fehler gefunden, die von schlechter Recherche zeugen und durch ein Fachlektorat hätten vermieden werden können.
Beim Wolf hätte ich mir eine andere Terminologie gewünscht: Wir sprechen nicht mehr von "Alphawolf", sondern von "Leitwolf".
Schlimm wird es beim Kojoten: "Das Weibchen bekommt 1 - 19 Junge". Das ist schlichtweg falsch. Ich nehme zugunsten des Autors und Verlages an, dass es sich um einen Satzfehler handelt, denn 1 – 9 Junge wäre eine reelle Zahl.
Ein sehr grober Fehler allerdings, der nicht hätte passieren dürfen, ist das Foto auf Seite 162.
Dieses Foto zeigt einen Wolf. Bildunterschrift "Ein großer nordischer Kojote auf der Jagd." Abgesehen davon, dass es keine "nordischen" Kojoten gibt, sondern einfach nur "Kojoten" (Canis latrans, auch Präriewolf oder Steppenwolf), ist zeigt das im Buch gezeigte Tier keinen Kojoten.
Schade! Trotzdem bekommt das Buch meine Empfehlung. (ehr)


So sieht ein Kojote aus, liebe Kollegen vom Verlag.
Foto: Elli H. Radinger









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