11.11.2014

Rezension: Unsere Welt in Gefahr

Unsere Welt in Gefahr. Klimawandel und Zivilisation
Stephen Henighan
Alouette-Verlag, 2014
Gebundene Ausgabe: 80 Seiten
ISBN 978-3924324179
12,95 €


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Inhalt
Stephen Henighan, ein in Hamburg geborener renommierter kanadischer Literaturwissenschaftler, wirft in diesem kleinen aber immens wichtigen Buch einen philosophisch-orientierten, soziokulturellen und literarisch anspruchsvollen Blick auf das immer brennender werdende Klimaproblem. … Henighan macht deutlich, dass nicht weniger als das Wohl der Menschheit, wenn nicht gar das menschliche Überleben auf dem Spiel steht, wenn wir einen ungebremsten Klimawandel zulassen.




Rezension
Der Alouette Verlag ist allen Naturfreunden und Abenteurern bekannt durch seine wunderschönen Bildbände wie "Im Bannkreis des Nordens" oder "Geheimnisvolles Tuwa". Wolfsfreunde kennen das faszinierende Buch "Kanadas vergessene Küste", das vom Regenwald des Großen Bären erzählt.
Mit "Unsere Welt in Gefahr" hat der Verlag erneut ein verlegerisches Juwel geschaffen. Das kleine, aber sehr feine Büchlein besticht schon durch seinen geheimnisvollen Umschlag, dessen Foto von Ian McAllister Seesterne zeigt, die den Erdball zusammenhalten.
So zerbrechlich wie die Erde auf diesem Foto fühlt sich auch der Leser bei der Lektüre des Buches. Dies ist keine leichte Kost und keine heile Welt. Der Leser, der sich in sein bequemes Leben eingeigelt hat, wird durch die Lektüre herausgerissen aus seinem Kokon. Schicht für Schicht pellt Henighan unsere Idealvorstellungen von der Umwelt ab, in der wir leben bzw. glauben, zu leben, und  zeigt uns die erschütternde Realität unseres Planeten.
Als ich das Buch schließlich nach der letzten Seite schloss, war ich emotional hin und her gerissen:
Unglauben und Frust über den Zustand unserer Welt. Wut auf die Ignoranz und Untätigkeit der Politiker. Scham, dass wir die Zerstörung der Welt zugelassen haben und noch zulassen. Grenzenlose Hilflosigkeit und Angst angesichts dessen, was noch auf uns zukommen wird, beispielsweise durch die globale Erwärmung und das Schmelzen der Gletscher. Und letztendlich dann doch noch die Hoffnung, dass wir – vielleicht – das Ruder noch herumreißen können, wenn wir es schaffen, die Liebe über alles zu stellen. Die Liebe zum Rest der Menschheit und unserer schwindenden Natur.
An diese Hoffnung möchte ich mich festhalten und dem Autor und dem Verlag für dieses tief gehende Buch danken. (ehr)

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