26.02.2015

AUFRUF: Wolfsschutz durch Menschenhilfe

Die Situation in den deutschen Bundesländern, die von Wölfen besucht werden, ist schwierig geworden, zumal sich einzelne Wölfe nicht an die »Regeln« halten und Nutzvieh angreifen. In Schleswig-Holstein riss kürzlich ein »verhaltensauffälliger« Wolf mehrere Schafe. Der Schäfer – Rudolph Walch vom Lämmerhof – sieht zum Glück die Situation eher gelassen (siehe Video). Als Ökobauer weiß er um die natürlichen Abläufe in der Natur.

Was können wir als Wolfsschützer tun, um solche Menschen, die nicht gleich »Abschuss« schreien, zu unterstützen?
Es gibt viele Möglichkeiten. Wir können Organisationen unterstützen, die Herdenschutzhunde zur Verfügung stellen oder Entschädigungen zahlen (u.a. die Gesellschaft zum Schutz der Wölfe).
Eine Möglichkeit, die für alle Beteiligten großartig wirkt, habe ich in Montana erlebt. (Ich habe in meinem Buch »Die Wölfe von Yellowstone« darüber geschrieben.) Dort bieten Nutztierhalter »beutegreiferfreundliches Fleisch und Wolle« an. Die Waren haben ein Siegel, aus dem der Verbraucher erkennt, dass der Schäfer keine Wölfe auf seinem Land tötet. Somit kann ich als Käufer direkt den Schutz von Beutegreifern unterstützen.
Ein solches Siegel gibt es bei uns – leider – noch nicht. Dennoch können auch wir etwas tun, um Menschen, die trotz Schäden an ihren Tieren noch Verständnis für den Wolf finden.

Unterstützen wir beispielsweise die Arbeit von Schäfer Rudolf Walch.
Er besitzt in Panten (SH) den Lämmerhof, einen ausgewiesenen Demeter und Bioland Bauernhof. Nein, Sie müssen ihm kein Geld schicken. Aber der Lämmerhof hat einen Hofladen & Shop, der von den Lesern von Schrot und Korn zum besten Bioladen 2015 gewählt wurde. Diejenigen von Ihnen, die in Schleswig-Holstein leben, oder auf Urlaubsreise in den Norden sind, können dort einkaufen. Sagen Sie ihm, dass Sie von seiner Reaktion auf den Wolf gehört haben und seine Arbeit unterstützen wollen.
DAS ist angewandter Wolfsschutz, genauso wie Elektrozäune oder Herdenschutzhunde. Hier können alle gewinnen. Zeigen wir den Wolfsgegnern, dass Wölfe auch Profit bedeuten können.
Wir als Verbraucher erwerben nicht nur ausgezeichnete Waren – gutes Gewissen inklusive – sondern wir schützen so indirekt auch die Wölfe.

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