26.04.2015

Günther Bloch und Elli Radinger: "Der Wolf ist zurück. Was mache ich, wenn ...?"

Ich freue mich sehr, euch unser neues gemeinsames Buch anzukündigen - das dringend nötig war.

Der Wolf ist zurück. Was mache ich, wenn ...?

Das Buch ist ab sofort als Kindle E-Book bei Amazon erhältlich, und wird in den nächsten Tagen noch als E-Pub auf die anderen Kanäle eingestellt.
Selbstverständlich gibt es auch eine Ausgabe als "echtes" Buch. Die ist gerade beim Drucker. D.h. ihr müsst euch noch etwa 10 Tage gedulden, bis ihr das Papierbuch in Händen halten könnt.
Ich werde euch hier und im Newsletter Wolf & Co dann noch einmal informieren.

Günther und ich wollten angesichts der Panikmache in den "Wolfsländern" die Info so schnell wie möglich rausbekommen. Wir haben einen Leitfaden geschrieben, um die vielen Fragen zu beantworten, die wir in den letzten Wochen erhalten haben. Den Preis haben wir bewusst niedrig gehalten, damit sich möglichst viele Betroffene das Buch kaufen können.
Wir möchten euch sehr bitten, die Info zum Buch und den Link zur Webseite möglichst großflächig zu verteilen: über eure Mailinglisten, Webseiten, Blogs und die sozialen Medien.

Hier geht's zur Buchseite ...




24.04.2015

Gentest abgeschlossen: Der bei Frankfurt überfahrener Wolf stammt aus Niedersachsen

Das am 21.04.2015 auf der Autobahn A661 im Stadtgebiet Frankfurt am Preungesheimer Dreieck überfahrenen Tier war tatsächlich ein Wolf. Zu diesem Ergebnis kommt eine genetische Untersuchung der SENCKENBERG Gesellschaft für Naturforschung, Fachgebiet Naturschutzgenetik in Gelnhausen, im Auftrag der hessischen Naturschutzverwaltung.

Der genetische Fingerabdruck des untersuchten Tieres bestätigt, dass es sich um einen Wolf aus der zentraleuropäischen Population handelt. Das Individuum mit der Registriernummer GW372m wurde erstmals genetisch nachgewiesen und ist ein Nachkomme des Gartower Rudels im Osten Niedersachsens im Landkreis Lüchow-Dannenberg. Nach dortigen Erkenntnissen konnte im Frühjahr 2013 ein ortsfestes Wolfspaar in der Region bestätigt werden. Dieses brachte im Jahr 2013 sechs und 2014 sieben Welpen zur Welt.

Damit bestehen keine unmittelbaren verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen dem am 9. März 2015 bei Bad Soden-Salmünster auf der A 66 überfahrenem Tier zu dem jetzt untersuchten Wolf. Beide Tiere müssen unabhängig voneinander den Weg nach Südhessen gefunden haben. Das zuletzt überfahrene Tier scheint nach dem äußeren Eindruck ein ca. einjähriger Jungwolf zu sein. Letzte Sicherheit wird eine weitere Untersuchung des Tierkörpers ergeben.
Gerade junge männliche Tiere wandern in diesem Alter einzeln und in kurzer Zeit über große Distanzen ohne konkretes Ziel.
(Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz)



17.04.2015

Vermeintlicher Wolfsangriff auf Hund einer Radfahrerin

Ein vermeintlicher Wolfsangriff in Niedersachen sorgt seit ein paar Tagen für Aufregung.
Eine Radfahrerin hatte der HAZ berichtet, ein Wolf habe ihrern kleinen Terriermischling ins Ohr gebissen.
Wenig später folgt das Dementi der HAZ: Es habe sich um eine gezielte Falschmeldung im Internet gehandelt. Die junge Frau hatte ihre vermeintliche Wolfsbegegnung in den sozialen Medien gepostet und dazu das Foto des "Wolfes" eingestellt. Das Foto jedoch zeigte einen Tschechoslowakischen Wolfhund (s.u./Wikipedia).

Heute, also einige Tage danach, sind wieder Zweifel bei der HAZ, die sie gleichzeitig selbst ausräumt, indem sie darauf hinweist, dass ein Wolf nicht nur in das Ohr eines Hundes beißen würde.
Kein Wunder, dass die Bevölkerung immer mehr verunsichert wird.
Bei fast allen Medien wird das Dementi nicht erwähnt. Hier steht immer noch "Wolf beißt Hund einer Radfahrerin".
Ärgerlich, dass die Zeitungen sofort auf jede kleinste Meldung mit dem Wort "Wolf" springen und erst einmal abdrucken und Stimmung machen, bevor sie die Fakten überprüfen. Das hat man doch als Journalist einmal ganz andere gelernt.

Die Redaktion des Wolf Magazins bekommt alle Meldungen zum Thema Wolf. Und ich werde manchmal gefragt: Warum berichtet ihr nicht über dies und über das. So die letzten Meldungen von Angriffen eines vermeintlichen Wolfes auf Schafsherden mit zahlreichen toten Schafen. Natürlich werden wir darüber berichten - sobald es offiziell bestätigt wurde, dass es ein Wolf war! Wildernde Hunde haben schon schlimme Dinge angerichtet. Wenn wir aber all erst einmal "Wolf" schreien, ohne dass es nachgewiesen wurde, tun wir der Sache keinen Gefallen.
Es ist wirklich dringend nötig, keine weitere Panik mehr zu schüren und sachlich zu berichten.

Günther Bloch und ich werden in Kürze einen kleinen Ratgeber herausgeben für Menschen, die in Wolfsgebieten leben. Dort werden wir auch auf das Thema "Surplus Killing" eingehen.
Mehr dazu später.







16.04.2015

Nicht wegrennen!

Grandioser Artikel in der neuen Print-Ausgabe des SPIEGEL: Ausgabe 16/2015:

"Nicht wegrennen!"
Der italienische Ökologe Luigi Boitani erklärt, woher die Angst des Menschen vor dem Wolf kommt - und warum sie übertrieben ist. Aufgrund eigener Erfahrungen beschreibt er, wie die Koexistenz mit dem Raubtier gelingen kann.

Boitani bringt es auf den Punkt. Definitiv lesenswert!!!