03.03.2016

Rezension: Der Buddha auf vier Pfoten

Der Buddha auf vier Pfoten
Wer braucht schon einen Zen-Meister, wenn er einen Hund hat?

Dirk Grosser
Kailash, 2015
232 Seiten
ISBN 978-3424631128
14,99 €

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Inhalt
In Westfalen kommen auf jeden Einwohner mindestens zwei Pferde und vier Kühe, doch Meditationslehrer sucht man meist vergeblich. Umso glücklicher ist Dirk Grosser, als ihm eines Tages ein waschechter Zen-Meister begegnet: Bobba – mittelbraun, mittelgroß, mittelprächtig – ist auf den ersten Blick der gewöhnlichste Hund, den man sich nur vorstellen kann. Und doch ist er ein leibhaftiger Buddha, der seinem »Herrchen« 14 Jahre lang jeden Tag eine sehr weise und vor allem einfache Lebenskunst vorlebt. Eine liebenswerte Einführung in die Lehre des Buddha.

Rezension
Nein, Sie müssen kein Buddhist sein, um dieses Buch zu mögen. Sie müssen noch nicht einmal Hunde lieben, denn Sie werden nach der Lektüre sowieso dem Meister Bobba auf Ewigkeiten verfallen sein und alles Wichtige über den Buddhismus – und das Leben – erfahren haben.
Jeder Hundebesitzer wird dahinschmelzen, wenn er die Weisheiten des Autors und seines vierbeinigen „Meisters“ liest, und sich auf jeder Seite wiedererkennen. Wärme, Herzensgüte und große Liebe zu seinem Hund, das zeichnet Dirk Grosser aus. Aber Vorsicht: Taschentücher bereitlegen, nicht nur, um die Lachtränen fortzuwischen (Beispiel: „Zarzen und der Darmwind des Todes“), sondern auch für so traurige Kapitel wie „Die letzte Lektion. Abschiednehmen für Anfänger“. Wir alle, die schon einen Hund verloren haben, verspüren den Schmerz und wissen letztendlich auch, dass nichts ewig dauert.
Im Anhang gibt es – neben der Lebensgeschichte und dem Bild von „Meister Bobba“ (Wichtig, schließlich wollen wir wissen, wie er aussieht!) – noch eine Meditationsanleitung, ein Glossar mit Fachausdrücken des Buddhismus und Literaturempfehlungen. Danke für die Empfehlung von „Wölfisch für Hundehalter“. 
„Der Buddha auf vier Pfoten“ ist ein herzerwärmendes Buch, das man jederzeit gerne zur Hand nimmt. Unbedingt noch erwähnen möchte ich die wunderbaren Illustrationen von Frank Schulz, die das Thema immer wieder auf den Punkt bringen. (ehr)