26.06.2016

NRW: Jäger machen Front gegen Ökologisches Jagdgesetz

Seit April 2015 verbietet das neue Ökologische Jagdgesetz (ÖJG) in Nordrein-Westfalen besonders tierquälerische Jagdpraktiken wie die grausamen Totschlagsfallen, die Baujagd, die Ausbildung von Jagdhunden an lebenden Enten und der Abschuss von Hauskatzen. Zudem wurde die Liste mit den zur Jagd freigegebenen Tieren von 100 auf 29 reduziert. Für diese weitreichenden Verbesserungenhatte der Bundesverband zusammen mit diversen Tier- und Naturschutzverbänden gekämpft. Den Jägern missfallen diese Reformen und sie versuchen mit allen juristischen Mitteln gegen das Gesetz vorzugehen.

Derzeit laufen drei Klagen vor dem Bundesverfassungsgericht. Die Jäger wehren sich beispielsweise gegen die sinnvolle Regelung eines Schießnachweises. Dieser soll massives Leid bei angeschossenen Tieren durch schießunfähige Jäger verhindern. Gleichzeitig versuchen die Jäger mit einer Volksinitiative zu erreichen, dass der Landtag sich erneut mit dem Gesetz beschäftigen muss. Experten stufen die Erfolgsaussichten der Jäger insgesamt jedoch als gering ein. Es kann sein, dass sie Änderungen in Details erreichen, wie sie es beim Schießnachweis versuchen. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass das ÖJG in seiner Substanz gefährdet ist. (Quelle)

Eine Einschätzung zu den Erfolgsaussichten der Jäger können Sie bei WDR5 nachhören.

Foto © Gunther Kopp