18.07.2016

Gesellschaft zum Schutz der Wölfe verurteilt erneute illegale Tötung eines Wolfes in der Lausitz

Belohnung in Höhe von 2.000 € für sachdienliche Hinweise zur Ergreifung des Täters ausgesetzt 

Erneut hat ein Wolfsgegner seine Auffassung über gelebten Naturschutz in Deutschland durch den illegalen Abschuss eines Wolfes zum Ausdruck gebracht und damit gegen geltendes Recht verstoßen.
Die Gesellschaft zum Schutz der Wölfe verurteilt aufs Schärfste diese Tat. Für sachdienliche Hinweise an die zuständigen Ermittlungsbehörden, die zur Ermittlung des oder der Täter führen, setzt die Gesellschaft zum Schutz der Wölfe eine Belohnung in Höhe vom 2.000 € aus.
Seit der Rückkehr der Wölfe nach Deutschland wurden nachweislich 18 Wölfe illegal getötet. In keinem Fall wurde der Täter ermittelt oder erfolgte eine Bestrafung auf Grundlage der geltenden Gesetze, obwohl der Zugang zu Schusswaffen in Deutschland aus gutem Grund streng limitiert ist.
Die Erfolglosigkeit der Ermittlungsbehörden, in diesem eng begrenzten Personenkreis den oder die Täter zu ermitteln, ermutigt diese offensichtlich, vermehrt eigene Regeln aufzustellen und diese mit Hilfe von Schusswaffen durchzusetzen. Wo soll diese Entwicklung hinführen?
Es ist Zeit, dieser Tendenz Einhalt zu gebieten! Diejenigen, die bereit sind, mit Waffengewalt Gesetze zu brechen, dürfen nie wieder Zugang zu Schusswaffen haben.
Deshalb fordern wir alle Jäger und Sportschützen auf, einen aktiven Beitrag zur Aufklärung dieser Straftaten zu leisten.
Die Gesellschaft zum Schutz der Wölfe setzt sich für die Rückkehr der Wölfe nach Deutschland ein, verkennt aber auch nicht, dass für einige Bevölkerungsgruppen, wie zum Beispiel die Nutztierhalter, sich die Arbeits- und Lebensbedingungen mit dieser Rückkehr verändert haben.
Deshalb konzentriert sich die Gesellschaft zum Schutz der Wölfe in ihrer Arbeit neben der Unterstützung eines flächendeckenden Wolfsmonitorings in den Wolfs- und Wolfserwartungsgebieten und der Aufklärungsarbeit zum Thema Wolf auf die Unterstützung dieser Nutztierhalter bei der Entwicklung und Umsetzung effizienter, bezahlbarer Schutzmaßnahmen für ihre Tiere.
(Pressemeldung GzSdW vom 18.7.2016)