18.08.2016

Schweiz - Wolfnews

Kanton Uri

Die DNA-Analyse des erlegten Wolfes bestätigt, dass es sich beim toten Wolf um den männlichen Wolf M68 handelt

Nachdem ein Wolf die gemäss Jagdgesetzgebung und Wolfkonzept Schweiz festgelegte Schadenschwelle überschritten hatte, erliess die Sicherheitsdirektion Uri am 14. Juli 2016 eine Verfügung für den Abschuss des schadenstiftenden Wolfes. Dabei wurde aufgrund des Bewegungsmusters davon ausgegangen, dass es sich beim schadenstiftenden Wolf um den männlichen Wolf M68 handelt, welcher im ersten Halbjahr 2016 mehrfach bei DNA-Analysen von Rissen in den Kantonen Uri, Nid- und Obwalden nachgewiesen werden konnte.

Am 28.7.2016 wurde der schadenstiftende Wolf im Gebiet Surenen / Blackenalp erlegt. Das Laboratoire de Biologie de la Conservation de l'Université de Lausanne hat nun mit einer DNA-Analyse des erlegten Wolfes bestätigt, dass es sich beim toten Wolf tatsächlich um den männlichen Wolf M68 handelt. (Medienmitteilung Kanton Uri, 17.08.2016)


Kanton Oberwallis

Am 14. Juni 2016 erteilte Staatsrat Jacques Melly eine Abschussbewilligung für einen Wolf in der Augstbordregion. Mit dem Ablauf der Frist von 60 Tagen ist die Bewilligung verfallen.

Die Abschussbewilligung wurde erteilt, nachdem zahlreiche Nutztiere auf geschützten Weiden gerissen wurden. Die Schäden werden für die Erteilung einer Abschussbewilligung berücksichtigt, sofern die zumutbaren Herdenschutzmassnahmen umgesetzt wurden. Aufgrund der geltenden Gesetzgebung musste der Abschussperimeter sehr restriktiv festgelegt werden. Diese Tatsache, verbunden mit der zeitlichen Beschränkung, haben die Möglichkeiten zu einem Wolfsabschuss stark eingeschränkt. Im Weiteren haben die nicht geschützten Nutztiere im Streifgebiet des Wolfes die Erfolgsaussichten zusätzlich geschmälert.

Die zum Abschuss berechtigten Personen waren in der ganzen Region jeweils auf den geschützten Weiden und später den geschützten oder nicht schützbaren Alpen unterwegs. Trotz des grossen Einsatzes der Berufs- und Hilfswildhüter sowie der beigezogenen Jäger wurde der Wolf nur ausserhalb des erlaubten Perimeters festgestellt.

Während der Dauer der Abschussbewilligung erfolgten neue Risse. Diese ereigneten sich ausserhalb der festgelegten und erlaubten Perimeter. Sollten weitere Risse auf den Alpen oder Herbstweiden erfolgen, so wird die Situation neu beurteilt, unter Berücksichtigung der bisherigen Risse. (Medienmitteilung, Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere VS, 17.08.2016)